Dienstag, 5. Mai 2015

Karin Thiessen - Liebe zur Natur

Karin Thiessen (*1958) war eine Hobbypoetin und Aphorismenverfasserin. Mehr Angaben konnte ich daher nicht von Ihr herausfinden.

Liebe zur Natur

Karin Thiessen

Es dämmert schon, der Morgen graut,
der Geräuschen des Waldes lauschen.
Mit leichtem Schritt, vernehm kein Laut,
nur der Wind durch die Blätter rauschen.

Zaghaft Strahlen des Sonnenlichts,
bahnen sich den Weg durch die Zweige.
Zeigt die Natur ihr schönstes Gesicht,
bezaubernder Anblick- ich schweige.

Mit allen Sinnen wahrnehmen pur,
nackte Füsse den Boden berühren.
Auf einem Moosteppich in der Natur,
Ruhe geniessen das sich Spüren.

Der Morgen erwacht – Vögel singen,
ein Orchester beginnt zu musizieren,
Nicht schöner kann ein Tag beginnen,
weiter durch Feld und Flur spazieren.

Waldeinsamkeit du gibst mir die Kraft, das Leben zu lieben und zu schätzen.
Mit Wärme und Regen zeigst du meisterhaft,

die den Stürmen der Natur zu wiedersetzen

(Quelle: http://www.aphorismen.de/gedicht/43588)

Themenwahl: Natur in Verbindung mit Haikus

Warum Natur?

Es gibt nicht viele Dinge die mein Interesse wecken. Daher wollte ich mich für ein eher schlichtes und einfaches Thema entschieden. Und da ich Haikus interessant finde, liess sich die Themenwahl einschränken. Den Haikus besitzen meist einen Bezug zur Natur oder Religion (z.B. Zen-Buddhismus). Ich finde Religion nicht sehr spannend, also entschied ich mich für die Natur.
Die Natur ist etwas, das uns jeden Tag umgibt. Sie ist immer da und gibt uns, was wir brauchen. Deswegen gibt es auch einige Gedichte mit dieser Thematik. Soviel zur Themensuche.

Warum Haikus?

Wie ich schon am Anfang geschrieben hab, find ich Haikus einer der interessanteren lyrischen Gattungen. Sie sind zwar nicht ganz so spannend wie Rapsongs, aber nur Musik zu interpretieren nützt mir nicht viel. Ich hör schon in meiner Freizeit genügend Musik, diese dann noch zu analysieren wäre etwas zu viel des Guten. Daher bedien ich mich an Haikus. 

Hier eine kurze Zusammenfassung, was die Hauptmerkmale und Regeln beim Haikuschreiben sind:

-Die Gegenwart ist die Grundlegende Zeit
-es muss die Silbenreihenfolge 5-7-5 eingehalten werden
-der Bezug zur Natur ist veraltet, jedoch immer noch gern gesehen 
-in ihnen liegt häufig eine Moral oder Lebensweisheit verborgen
-Hier der Link zu Wikipedia für eine genauere Erläuterung: http://de.wikipedia.org/wiki/Haiku

Die Regelung der Silben ist in meinen Augen nicht nur praktisch, sondern auch sehr viel leichter zu verstehen. Ein Gedicht in mathematischer Form zu regeln ist in meinen Augen sehr klug. Es besteht nur ein Nachteil: Man kann nichts ausführlich erzählen oder erklären. Diese Beschränkung der Länge verlangt nach Gedankenspielraum in der den Gedichten. Dies ist nicht direkt schlecht, jedoch auch nicht wirklich gut. Aber jede Form von Gedicht hat einen Nachteil. Da ist mir dieser Nachteil der Liebste. Schliesslich macht er das Ganze leichter.
Doch da Haikus nicht nur sehr kurz, sondern auch keine Reime enthalten und die ursprünglichen Gedichte nicht in der deutschen Sprache geschrieben sind, kann ich nur eine begrenzte Anzahl analysieren und beschreiben. Als Ausgleich werde ich 2 deutsche Gedichte und einen deutschen Rapsong zum Thema Natur näher anschauen.


Mittwoch, 18. März 2015

Karin Thiessen - Sommeraugenblick

Sommeraugenblick

Karin Thiessen

Schweigen
Stille
Nur das Säuseln
Des Windes
In den Zweigen.
Die Welt
Hält den Atem
An.
Um mich
Herum eine
Duftende,
blütenreiche
Sommerwiese
Und
Ich spüre nur
Das klopfen
Meines
Herzens
Beim mich
Verzaubernden
Anblick

Der Natur.

(Quelle: http://www.aphorismen.de/gedicht/43597)

Matsuo Bashō - Das Frosch-Haiku

Matsuo Basho (*1644 als Matsuo Munefusa, gestorben um 1694) war ein japanischer Dichter, der das Haiku zu einem Hauptgenre der japanischen Poesie erhob. In unzähligen Reisen durch das Land fand er Inspiration zu seinen Gedichten. Diese waren durch eine sehr einfache und humorvolle Art  geprägt. Bashos Dichtungen verbanden einfachste Geschehnisse der Natur mit dem Zen-Buddhismus. Das Frosch-Haiku gehört zu den berühmtesten Haikus, das es die Einfachheit der Gedichtform und des Zen-Buddhismus aufzeigt.


(Quelle Bild: http://www.japan-photo.de/basho.htm)

Das Frosch-Haiku 

Matsuo Basho

Furu ike ya
Kawazu tobikomu

Mizu no oto

Übersetzung:

Der alte Weiher:
Ein Frosch springt hinein.
Oh! Das Geräusch des Wasser.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Matsuo_Bash%C5%8D)

Montag, 23. Februar 2015

Ich und der Lyrikauftrag


Der Anfang

Ich

Bevor der Blog beginnt noch ein paar Informationen zu mir und diesem Blog im Allgemeinen. Ich bin Simon Menzi aus der Schweiz und bin 17 Jahre alt. Eines meiner Hauptmerkmale ist die Faulheit. Am liebsten liege ich im Bett und schaue Serien. Essen und Musik hören sind eines der wichtigsten Bestandteile meines Lebens. Ab und zu geh ich mit meinem Hund spazieren oder mach was mit Kollegen. Meine Lieblingsfächer sind Mathematik und Englisch. Angespannte Lagen im Leben versuche ich so gut wie möglich zu vermeiden, genauso wie Stress. Falls ich trotzdem in stressige Situationen gerate, lass ich mir nicht gerne meine Ruhe nehmen. Ich werde von einer durchziehenden Müdigkeit, oder auch Monotonie, "geplagt". Das ist auch schon das wichtigste, was man von mir wissen muss. 

Auftrag

Dieser Blog im Auftrag des Deutschunterrichts der Berufsfachschule, die ich besuche. Genauer gesagt, muss jeder aus meiner Klasse einen Blog kreieren. In diesem muss es um Lyrik gehen. Das ist eigentlich schon fast die einzige Einschränkung bei der Thematik. Die Gestaltung ist uns ebenfalls selbst überlassen. Jedoch ist die Mindestanzahl der Posts und deren Länge vorgegeben. In den Posts müssen wir selbstbestimmte lyrische Werke analysieren und interpretieren.

Vorwissen

Bis jetzt hatte ich mit Lyrik nicht viel zu tun. Ich lese ja auch keine Bücher. Jedoch war mir klar, dass ich damit in der Schule, wie früher auch schon, damit konfrontiert werde. Aber damals konnte ich weder viel Wissen aufschnappen noch mich dafür begeistern.
Sechs Lektionen über Gedichte hatte ich mal in der Oberstufe. In diesen Lektionen mussten wir z.B. den Klassiker unter den Gedichten auswendig lernen, nämlich "Der Zauberlehrling". Nur schon die Tatsache, etwas auswendig lernen zu müssen frustrierte mich. Schliesslich bin ich sehr motiviert nichts zu tun, oder einfacher gesagt faul. Ausserdem sind die Reime sehr voraussehbar, aus meiner Sicht nichts Besonderes.
Eine Gedichtssorte fand ich jedoch spannend und lustig, nämlich Haikus. Das sind kurze Gedichte, dessen Ursprung aus Japan kommt. Sie passen irgendwie zu mir. Viel Inhalt in wenig Text, harmonisch und simpel. Weil dabei Reime keine Rolle spielen, ist es zudem auch nicht vorhersehbar, was man lesen wird.

Erwartungen

Um ehrlich zu sein, weiss ich nicht, was ich von diesem Blog erwarten soll. Ich habe mich weder gross mit Lyrik befasst noch einen Blog erstellt. Was mir bestimmt gefallen wird, ist die Gestaltungsmöglichkeit. Da ich nicht sehr gut zeichnen kann, ist die Gestaltung mit dem Computer meine bevorzugte Methode der künstlerischen Selbstentfaltung. Leider wird meine Faulheit wie eine Krankheit einschränken, was dazu führen wird, dass ich nicht sehr regelmässig etwas poste. Das sind eigentlich schon alle Bedenken und Hoffnung bezüglich des Blogs.